10 E-Commerce Trends für 2018

1. Mobile First

Das Endgeräte übergreifende Verwenden von Devices ist für viele Nutzer mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Angebote und Dienstleistungen müssen dort verfügbar sein wo der Kunde Sie sucht und abruft. Die Darstellung der Website und des Inhaltes in Abhänigkeit vom Device und dem Nutzer reduziert Komplexität und vereinfacht die Produktauswahl. Die verbesserte Personalisierung zahlt so unmittelbar auf die Usabillity und die Akzeptanz des Angebotes ein. Für Denkansätze und Entwicklungen heißt es ab sofort: Mobile First!

2. Optimierung des Seitenaufbaus

Die Optimierung der Ladegeschwindigkeit einer Webseite ist eine der wichtigsten Aufgaben im Onlinegeschäft. Mit AMP – den Accelerated Mobile Pages – hat Google eine Initiative mit dem Ziel ins Leben gerufen, für Mobilgeräte optimierten Inhalt anzubieten. Es existieren mittlerweile Komponenten, mit denen sich auch typische Shop-Funktionalitäten in AMP abbilden lassen.

3. Progressive Web Apps

Mobil nutzbare Webseiten mit dem Look & Feel nativer Apps, die sich progressiv an das Endgerät bzw. den verwendeten Browser anpassen sind das Focus Thema der nächsten Monate. Durch eine Kombination der Vorteile nativer Apps und den Stärken von responsivem Mobile Web Development auf Basis offener Webstandards entstehen Alternativen gegenüber rein nativen Apps. Die Auffindbarkeit über die normale Google-Suche und das einfache Ablegen auf dem Screen des Nutzers und die daraus folgende größere Reichweite sind klare Vorteile dieser mobilen Web Apps gegenüber klassischen Apps.

4. Online-Emotionalisierung

Individuelle Angebote auf Basis von CRM-Daten, Argumented Reality, und Curated Shopping sind hier nur einige Themenbereiche, die das Einkaufserlebnis im Web steigern.

Stichwort: Website-Optimierung – beim Dynamic Creative Optimization (DCO) geht es um komplette Landing Pages, die sich je nach Nutzer verändern. „Atomic Design“ beschreibt im Kern ein Baukastensystem aus Webseiten-Inhalten, die basierend auf Daten, immer wieder unterschiedlich zusammengesetzt werden. Für den E-Commerce ist das Potenzial gewaltig, denn richtig umgesetzt wird es so möglich, sämtliche Touchpoints entlang des Marketing-Funnels datenbasiert auf den jeweiligen Nutzer zuzuschneiden: Vom Erstkontakt bis zum finalen Kaufprozess.

5. Crosschannel

Die Vernetzung der einzelnen Kanäle im Multchannel-Vertieb: Stationär, Mailorder, Online und Mobil gilt es zielgerichtet zu nutzen und aufeinander abzustimmen. Die Grenzen zwischen den einzelnen Vertriebskanälen verschwimmen zunehmend und werden sich langfristig ganz auflösen.

6. Social Media für zielgenaue Kommunikation

Die Strategie für die Integration der Customer_Experience in die Vertriebskanäle muss Social Media nicht als potentiellen Umsatzkanal sehen sondern die Chance der Weiterempfehlung stärker nutzen. Empfehlungsmarketing und die Einbindung von Influencern wird zur Königdisziplin des „Social-Commerce“.

7. Relevanz der Marke

Die notwendige Steigerung der Markenbekanntheit im Web wird den Anbietern am besten gelingen, die Ihre crossmedialen Hausaufgaben korrekt erledigen. Starke Marken transferieren Vertrauen – ein immer wichtigeres Kriterium im Dschungel wachsender Angebote und Anbieter.

8. Conversion, Conversion, Conversion

Leads generieren ist schön, Konvertierung und alle nachfolgenden Prozesse sind aber wesentlich wichtiger. Die Betrachtung der Wertschöpfung auf Folgebasis jedes generierten Neukunden erlangt eine zunehmend höhere Bedeutung. Die qualitative Analyse der Online Werbung wird zunehmend kennzahlenorientiert erfolgen.

9. Bestandskundenmanagement

Die Pflege der Kundenbeziehung ist die Königsdisziplin jedes Marketers. Neben der Überleitung von Neukunden über eine tragfähige Anschlusskette ist gerade im Onlinebereich der Focus auf die Livetime-Value des Kunden zu richten. Zukünftig ist ein geschickter Mix aus On- und Offline Elementen und ein kreatives Storytelling für eine nachhaltige Kundenansprache und –Bindung entscheidend.

10. Der Klassiker: E-Mail Marketing

E-mail- oder Newsletter-Marketing ist nach wie vor eines der leistungsstärksten Online Marketing Tools; es ermöglicht eine effiziente Kundenansprache und stellt den Einstieg in eine nachhaltige Bestandskunden-Kommunikation dar. Diejenigen Anbieter werden zukünftig die Nase vorne haben, denen es gelingt schon bei der Neukundengewinnung eine attraktive Brücke zur Newsletter-Anmeldung zu bauen.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) – Was wirklich wichtig ist!

Für den Einstieg in eine zielführende online Marketing Kampagne ist zunächst eine umfassende Analyse des bestehenden Webauftritts unabdingbar.

Eine ganzheitliche SEO-Analyse, auf der man eine Optimierungsstrategie aufbauen kann, besteht aus 4 Kernthemen: die technische Umsetzung, dem Volumen und der Qualität des Contents und der in- und externen Linkstruktur, sowie der Überprüfung der Usability.

Zunächst zur technischen Qualität des Auftritts: Sind für alle Seiten unterschiedliche
und aussagekräftige Description-Metatags und Titel verfügbar? Sind semantisch korrekte Auszeichnung von Überschriften, Absätzen, Listen und Hervorhebungen mit den richtigen Tags realisiert? Ist die interne Navigation und Verzeichnisstruktur geprüft und sind die Seiten auf Ihre W3C-Fähigkeit validiert worden? Wird der Web Auftritt über ein Content Management System (CMS) gepflegt muss sichergetellt sein, daß alle Seiten unter einer eindeutigen URL erreichbar sind. Wenn Inhalte unter mehreren URL aufrufbar sind, führt das zu Duplicate Content und damit eine Verschlechterung der Qualität.

Einzigartiger und vor allem eigenständiger Inhalt ist ein weiterer wichtiger Aspekt für einen erfolgreichen Web-Auftritt. Deshalb ist genau zu prüfen, ob der Auftritt interessante und relevante Inhalte bietet. Zudem ist zu prüfen, ob es sich um selbsterstellte Inhalte handelt oder ob einfach nur Produktbeschreibungen der Hersteller kopiert wurden. Um auf der sicheren Seite zu sein, wird empfohlen, immer andere und idealerweise auch am eigenen Auftritt orientierte, angepasste Formulierungen zu verwenden. Ob der Inhalt wirklich einzigartig ist kann man direkt per Textauszug in Google überprüfen.

Ansprechende Texte und ein gut strukturierter Web-Auftritt reichen jedoch allein noch nicht aus, um von einer Suchmaschine gefunden zu werden. Entscheidend sind die Platzierung sowie die Performance des Auftritts und unter welchen Schlagwörtern die Seite bereits gefunden wird.

Auch von Bedeutung: Welche Keywörter besitzen genug Potenzial, um weiter optimiert werden zukönnen? Die Google Webmaster Tools geben hier eine erste Auskunft über Keywords, die potenteille User und Besucher verwendet haben. Es gibt weiter viele Tools, die noch mehr und vor allem tiefere Informationen liefern. Mit diesen lässt sich nicht nur der aktuelle Zustand des Auftritts kontrollieren, sondern die Entwicklung über einen langen Zeitraum überprüfen.

Eine der größten Hürden in der SEO-Analyse stellt die Kontrolle der Backlink-Struktur dar. Ein exaktes und bestenfalls von Anfang an dokumentierte Übersicht von Portalen, Katalogen und Verzeichnissen, in die man selbst eingetragen hat, und Links von Zulieferern, die von sich aus einen Link gesetzt haben, sollte sichergestellt sein.

Google bietet mit seinen Webmaster-Tools einen kleinen Einblick in eingehende Links, die von der Suchmaschine bewertet werden. Allerdings werden hier längst nicht alle Links angezeigt. Sogenannte Link Research Tools kombinieren die Werte aus mehreren Quellen und geben einen Überblick über die Linkstruktur. Neben der Quantität und Qualität der selbst gesetzten Links kann hiermit auch die Struktur der Mitbewerber überprüft werden.
Die SEO-Analyse ist Pflichtprogramm vor jeder beginnenden Optimierung. Es existieren unzählige Tools und Werkzeuge, die bei einer Analyse zum Einsatz kommen können.

Abschließend ist zum Thema Usability einer Website zu sagen, daß es für die Gestaltung von Online-Auftritten und –Shops grundlegende Regeln gibt, die unbedingt eingehalten werden sollten:
Eine angemessene Gestaltung führt dazu, dass Besucher effektiv und effizient zu ihrem Ziel gelangen.
Sämtliche Schritte und Pfade sollten verständlich sein oder dem Besucher erklärt werden.
User müssen den Dialogablauf bis zu Ihrem Ziel beeinflussen können, die Seite muss also gut steuerbar sein.
Eine Website muss in sich konsistent sein und sich an allgemeine Konventionen halten. Sie muss weiter fehlertollerant sein, also auch einen ungeübten Nutzer zum Ziel führen.
Sie sollte eine aussagefähige Hilfe beinhalten, den User also gut anleiten und den Kontakt zum Anbieter immer sicherstellen. Der Königsweg ist zudem eine Individualisierbarkeit, also eine Anpassung des jeweiligen Contents an Fähigkeiten und Vorlieben des Besuchers.

Zielführend für eine umfassende Analyse ist es, einen Online-Marketing-Experten zu beauftragen, der alle Aspekte ganzheitlich und individuell beleuchtet, und eine spezifische Optimierungsstrategie entwickelt.